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WARPOINT-Wissensdatenbank

VR-Arena und andere Freizeitformate

Vergleich mit Escape Rooms, Trampolinparks, Kinderzentren und Gaming-Clubs

  • Markt
  • 4 Min. Lesezeit
Wer ein Franchise kauft, wählt meist nicht zwischen VR-Netzwerken, sondern zwischen Unterhaltungskategorien. Wir erklären, worin sich eine Arena von ihren Nachbarn auf dem Markt unterscheidet — mit Vor- und Nachteilen.
Trampolinpark, Escape Room, Kinderzentrum, Gaming-Club und VR-Arena kämpfen um dasselbe Budget: das Wochenendgeld der Familie und das Abendgeld der Gruppe. Aufgebaut sind sie aber unterschiedlich.

Nach welchen Parametern überhaupt vergleichen

Ein Vergleich nach „Coolness“ ist sinnlos. Für den Inhaber zählen sechs Dinge: Durchschnittsbon, Verschleiß der Ausstattung, Saisonalität, benötigte Fläche, Wiederholungsbesuche und ob sich das Produkt ohne neuen Umbau erneuern lässt.
ParameterVR-ArenaEscape RoomTrampolinparkKinderzentrum
PublikumKinder, Jugendliche, ErwachseneÜberwiegend 16+Kinder und JugendlicheVorschulkinder
Erneuerung des ProduktsContent-UpdatesNeuer Umbau des RaumsAustausch der AusrüstungWechsel der Programme
Verschleiß der AusstattungAusrüstung, VerbrauchsmaterialDekorationen, RequisitenHoch, KraftbelastungMittel
FlächeAb 150 m²Klein pro RaumGroß, hohe DeckenMittel
VeranstaltungenZentrale EinnahmequelleBegrenztJaJa
WiederholungsbesucheWegen neuer InhalteEinmal pro SzenarioRegelmäßigAbonnements
Qualitativer Vergleich der Kategorien. Die Kennzahlen eines konkreten Standorts hängen von Stadt, Lage und Führung ab.

Escape Rooms: das Einmal-Problem

Die Hauptgrenze des Formats: Ein Szenario wird einmal gespielt. Wer den Raum gelöst hat, kommt nicht in denselben Raum zurück, und für einen erneuten Besuch braucht es ein neues Szenario, also faktisch einen neuen Umbau der Räume.
Bei der Arena bedeutet Erneuerung des Produkts Erneuerung der Inhalte: Spiele und Mechaniken kommen auf dieselbe Ausrüstung, in dieselbe Halle, ohne Bauarbeiten.

Trampolinparks: Verschleiß und Verletzungen

Ein Format mit hohem physischem Verschleiß: Sprungtücher, Schaumstoff, Befestigungen — alles verbraucht sich und muss regelmäßig ersetzt werden. Dazu kommen höhere Anforderungen an Versicherung und Aufsicht.
Eine VR-Arena verbraucht ebenfalls Ausrüstung, aber das ist ein planbarer Posten und keine Dauerbaustelle in der Halle.

Kinderzentren: enges Publikum

Sie arbeiten für Vorschulkinder und jüngere Schüler. Sobald das Kind älter wird, verlässt die Familie die Kategorie.
Das Publikum der Arena ist breiter: 45% sind Kinder von 6 bis 14, aber weitere 35% sind Erwachsene ab 25 und 20% Jugendliche und junge Leute. Ein Kind, das mit sieben kam, bleibt mit vierzehn und mit zwanzig Gast.
Was das in der Praxis bringt
Die breite Altersspanne bedeutet, dass die Arena am Werktagabend, am Wochenende und in den Ferien arbeitet — nur mit unterschiedlichen Gruppen. Daher gibt es keine ausgeprägte tote Saison.

Gaming-Clubs: eine andere Wirtschaftlichkeit

Ein Club verkauft Stunden am Computer — der Gast kommt allein oder mit Freunden, aber jeder an seinem eigenen Rechner. Das ist ein niedriger Durchschnittsbon und eine hohe Abhängigkeit von Stammkunden.
Die Arena verkauft ein Ereignis für eine Gruppe. Daher ein anderer Bon und eine andere Rolle der Veranstaltungen: Auf sie entfallen 40–60% des Umsatzes eines Standorts, was es bei einem Club strukturell nicht geben kann.

Ehrlich über die Nachteile der VR-Arena

Das Format ist nicht ideal, und die Grenzen sollte man vorher kennen:
  • Die Anforderungen an die Räume sind strenger als bei den meisten Nachbarn: Es braucht eine zusammenhängende Halle, Höhe, Lüftung, Elektrik
  • Die Ausrüstung ist Verbrauchsmaterial — eine Ersatzreserve muss vom ersten Monat an eingeplant werden
  • Die Eintrittsschwelle ist höher als beim Escape Room: ab 60.000 $ gegenüber deutlich kleineren Summen bei manchen Formaten
  • Geschultes Personal ist nötig — der Administrator ist hier kein Kassierer, sondern der Leiter der Session
  • Abhängigkeit vom Content. Ohne Updates altert das Format wie jedes andere
Genau der letzte Punkt entscheidet, ob es sich lohnt, in ein Netzwerk zu gehen: eigene Spieleentwicklung und regelmäßige Updates sind das, was man allein nicht stemmen kann.