Zwischen der Entscheidung, eine VR-Arena zu eröffnen, und dem ersten Gast im Headset liegen ein bis drei Monate. Hier ist der gesamte Weg, Schritt für Schritt, mit ehrlichen Fristen und den Stellen, an denen üblicherweise Zeit verloren geht.
Kurz gefasst
Das Format ARENA startet in ein bis zwei Monaten, das Format PARK in zwei bis drei. Der längste Schritt ist weder die Lieferung noch die Schulung, sondern die Suche nach der Fläche — und an ihr hängt die gesamte Wirtschaftlichkeit des Standorts.
Schritt 1. Die Stadt bewerten
Die erste Entscheidung betrifft nicht die Technik, sondern die Frage, wie viele Menschen hier leben und was sie am Wochenende tun. Man betrachtet Einwohnerzahl, Stadtanteil, durchschnittliches Einkommen und Wettbewerber in erreichbarer Entfernung. Betreibt das Netzwerk in der Stadt bereits eine Arena, ist die Nachfrage an echten Gästen belegt und nicht an einer Prognose.
Schritt 2. Das Format wählen
Das Format entscheidet über alles Weitere — Fläche, Budget, Team und Startzeit:
- ARENA — ab 150 m², ein Team von drei Personen, Start in ein bis zwei Monaten. Eine kompakte Halle für freie Bewegung im Spiel
- PARK — 400–1.000 m², ein Team ab sieben Personen, Start in zwei bis drei Monaten. Mehrere Zonen: Arena, VR-Räume, Attraktionen und Lounge
Schritt 3. Die Fläche finden
Der längste Schritt und der einzige, der sich später nicht günstig wiederholen lässt. Die Anforderungen sind streng: freie Fläche ohne Säulen, ausreichende Deckenhöhe, passende Stromversorgung und Lüftung. Ein Einkaufszentrum ist eine starke Option — Besucherstrom und Parkplätze sind bereits vorhanden.
Ein Fehler an dieser Stelle ist der teuerste von allen: Eine Halle mit einer Säule mitten in der Spielfläche oder mit niedriger Decke wird entweder umgebaut oder nur zur Hälfte ausgelastet.
Schritt 4. Das Modell rechnen
Vor der Unterschrift unter den Mietvertrag wird das Finanzmodell gerechnet: Investition, Umsatz Monat für Monat, Kosten und der Punkt der Amortisation. Das Modell steht auf einer konkreten Mietzahl — genau sie trennt einen profitablen Standort von einem defizitären.
Schritt 5. Vertrag und Rechtsform
Die rechtliche Seite und der Franchisevertrag laufen parallel. Die Registrierung dauert Tage statt Wochen und beeinflusst den Gesamtzeitplan kaum — sofern sie nicht bis zum Schluss liegen bleibt.
Schritt 6. Ausbau und Technik
Der Ausbau folgt dem Designprojekt: Bodenmarkierung, Belag, Licht, Branding. Die Technik wird zur selben Zeit geliefert — Headsets, Rechner, Tracking, Netzwerk. Beides läuft parallel, deshalb passt ein Start in ein bis zwei Monate und nicht in ein halbes Jahr.
Schritt 7. Das Team schulen
Leitung und Operatoren werden vor der Eröffnung geschult: eine Schicht führen, Gäste einweisen, Headsets warten, Situationen im Saal lösen. Ein Team von drei Personen deckt das Format ARENA im Schichtbetrieb ab.
Schritt 8. Marketing vor der Eröffnung
Werbung beginnt vor dem ersten Tag, nicht danach. Kartendienste und Verzeichnisse, soziale Netzwerke, lokale Partnerschaften, Vorbuchungen für das erste Wochenende — das Ziel ist ein voller Kalender zur Eröffnung statt einer leeren Halle.
Schritt 9. Eröffnung und die ersten Monate
Die ersten Wochen bringen eine Welle der Neugier, danach sinkt die Nachfrage — das ist normal und gehört ins Modell. Anschließend steigt sie wieder durch Wiederbesuche und Veranstaltungen: Geburtstage, Firmenfeiern, Abschlussfeiern. Bis zur Arbeitsauslastung vergehen drei bis sechs Monate.
Was als Nächstes zu tun ist
Beginnen Sie mit zwei Dingen: das Modell für Ihre Stadt im Rechner durchspielen und nachsehen, wo das Netzwerk bereits arbeitet — in einer Stadt mit laufender Arena muss die Nachfrage nicht bewiesen werden. Eine Prognose für eine konkrete Adresse erstellt das Team auf Anfrage.